Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes Heinrich Oidtmann III übernahm Ludovica Oidtmann die Leitung der Glasmalereiwerkstatt. In einer Zeit politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit führte sie das Unternehmen mit großer Verantwortung und Weitsicht weiter.
Besonders wichtig war ihr der Austausch mit zeitgenössischen Künstlern und Gestaltern. Unter ihrer Leitung blieb die Werkstatt offen für neue künstlerische Entwicklungen und behauptete sich trotz der schwierigen Jahre der Weltwirtschaftskrise und des Nationalsozialismus.
Dass die Glasmalerei Dr. H. Oidtmann diese Zeit als Familienunternehmen überstand, ist eng mit ihrem persönlichen Einsatz und ihrer außergewöhnlichen Stärke verbunden.